Yoga Wandern Straßentheater - Tag #6

Es war 4:10 Uhr, als wir uns heute morgen am Treppenaufgang von Gleis 14 versammelten. Nach und nach trafen nun auch die letzten Schüler und wenig später machten wir uns auf den Weg zum Gleis und stiegen in den ersten Zug. Es folgten mehrere Stunden, in denen wir schliefen, Spiele spielten und jede Menge aßen.Soweit, so gut. Um circa 9 Uhr jedoch, schallte die Stimme des Zugführers durch die Lautsprecher und uns wurde folgende Nachricht verkündet: Wegen eines Personenunfalls würde der Zug zurück nach Köln und dann auf der anderen Seite des Rheines weiterfahren. Es wurde also ein Verspätung von circa einer Stunde geben. Unseren Anschlusszug nach Paris würden wir also nicht bekommen. Zunächst gerieten wir ein wenig in Panik, doch zum Glück fanden wir noch einen anderen Zug, der uns in Frankreichs Hauptstadt bringen konnte. Dort allerdings hatten wir natürlich keine Sitzplätze reserviert und so verbrachten wir die dreistündige Fahrt meist auf dem Boden oder der Treppe, nur ein paar wenige hatten Glück und konnten einen freien Platz ergattern.In Paris angekommen machten wir uns schleunigst auf den Weg zur Metro, die uns zum Hauptbahnhof brachte. Mit Schrecken stellten Frau von Appen, Mathilda und eine kleinere Gruppe von vielleicht fünf Schülern fest, dass sie den Rest aus den Augen verloren hatte. Zum Glück konnten wir uns doch noch finden, nur hatten wir nun doch den nächsten Zug verpasst.Nach einer kleinen Gesangseinlage zweier Mädchen unserer Gruppe, kehrten Frau Bremehr und Frau von Appen von der Fahrkartenauskunft zu uns zurück und erklärten uns mit erleichterten Gesichtern, dass wir doch noch Karten und feste Sitzplätze für den nächsten Zug bekommen hatten. Dieser brachte uns vom Pariser Hauptbahnhof nach Nantes. Es war sehr gemütlich. Hier konnten wir ein wenig entspannen, das Hin-und-Her-Gehetze war doch wirklich anstrengend gewesen! Wir unterhielten uns, hörten Musik und bewunderten das rosafarbene Klopapier, was sehr gut zur Einrichtung passte.Nach diesmal nur zwei Stunden waren wir, nach so einem langen Tag voller Zugfahren, endlich in Nantes angekommen.
Doch unsere heutige Reise hatte noch kein Ende genommen.
Schließlich mussten wir ja noch vom Bahnhof zu unserer heutigen Schlafstätte gelangen. 
Diese befand sich in einem baldigen Yogastudio, das circa vier Kilometer vom Bahnhof entfernt lag. Erschöpft vom Tag, fiel es vielen von uns schwer diesen Weg zu meistern, doch am Ziel angekommen wurden wir mit warmen Chai begrüßt.
Schließlich konnten wir es uns endlich in unseren Schlafsäcken bequem machen: Der erste Tag in Frankreich war zu Ende gegangen.

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