Heraus aus dem Nest

Wie lebt es sich in einer Kleinstadt? Oder auf einem Dorf? Wie wohnt man in Potsdam, Jena, Kassel oder Plön? Wie ist es in einem Internat? Wie fühlt man sich in einer fremden Familie?

Du wirst drei Wochen Zeit haben, das auszuprobieren... Du wirst Fremdes kennenlernen und dich selbst neu erleben; du wirst merken, wie schnell du dich in eine neue Situation einleben kannst und wie gut du in der Fremde zurechtkommst.

„Heraus aus dem Nest“ heißt neue Freunde zu finden, heißt lernen zu sehen wie bin ich wirklich, wie unterscheiden sich die anderen von mir. „Heraus aus dem Nest“ heißt zu lernen stolz auf sich zu sein.

Berichte

Samstag, 31. August 2019

Lea in der Nähe von Kassel

Liebe Frau Dögel,

hier ist mein letzter Bericht vom 29.08.

Oh, viele Menschen! - Oh, ein Auto! - Den ganzen Tag Essen im Haus! ICH BIN WIEDER ZUHAUSE. Ich bin wieder in der Großstadt!

An meinem letzten Tag in Imshausen war es einmal mehr meine Aufgabe, die leeren Eimer abzuwischen, in denen ich zuvor das Futter für die Bienen, das sie im Winter brauchen, vorbereitet hatte. Anschließend habe ich noch im Keller den Boden geschrubbt und noch einen weiteren großen Eimer abgewaschen, in dem vorher Honig drin war. Kurz vor dem Mittagessen habe ich noch dabei geholfen, einige Holzplatten in die Scheune zu tragen. Zum Mittagessen gab es Kartoffeln und Bohnen (nicht gerade mein Lieblingsessen xD) Nach dem Mittag habe ich mich ans Koffer packen gemacht und muss sagen, dass es deutlich schwieriger war als auf der Hinfahrt. Am Abend habe ich noch mit einer Somalierin im Kirchenasyl, die seit einem Jahr hier lebt, Deutsch gelernt. Wir hatten das öfter mal getan, was auch eine neue und interessante Erfahrung für mich war. 

Bevor ich nach Imshausen kam, dachte ich, meine größte Herausforderung werden die Aufgaben wie z.B. die Arbeit im Wald und im Garten sein. Aber es hat sich schnell für mich herausgestellt, dass meine größte Herausforderung die Ruhe und Einsamkeit ist.

Da die Kommunität für städtische Verhältnisse sehr abgelegen ist und ich deshalb nicht so oft von dort wegkam, fiel es mir immer schwerer etwas zu finden, womit ich mich beschäftigen konnte. Ich habe erlebt, dass es eine große Umstellung ist, wenn man es gewohnt ist, immer Leute um sich zu haben oder die vielen Möglichkeiten in der Stadt hat, sich zu beschäftigen. Es ist eine wichtige Erfahrung, die ich während der Zeit hier gemacht habe. Es war manchmal schwierig, aber im Nachhinein finde ich es gut, dass ich diese Erfahrung machen konnte und somit vorbereitet bin, wenn ich mal wieder alleine woanders bin.

Viele Grüße,

Lea

 

 

Samstag, 31. August 2019

Dunja in Aachen

Hallo Frau Dögel,

Das ist meine dritte und letzte Woche, ich bin schon sehr traurig, dass ich gehen muss, weil ich die alle vermissen werde.

In der Praxis habe ich bei einer Akupunktur -Therapie dabei sein können. Bei dieser Therapie sticht man Nadeln in den Rücken. Es klingt schmerzhaft, aber laut den Patienten soll es nicht weh tun.

Außerhalb der Praxis war ich noch Grillen und im Sprunghaus.

Liebe Grüße

Dunja