Konzept

Schön, dass Sie sich für unsere Schule interessieren. Wir gehen neue Wege – und doch sind es »nur« die inzwischen erziehungswissenschaftlich und psychologisch begründeten bewährten Elemente der Reformpädagogik, die sicherstellen, dass »natürliches Lernen« in der Schule ermöglicht wird.

Jedes Kind will und kann lernen, auf seine eigene Art, miteinander und voneinander, auch wenn Begabungen, Interessen und Fähigkeiten unterschiedlich verteilt sind.

Sich Bilden und Lernen sind aktive Vorgänge und Prozesse des sich Auseinandersetzens und Orientierens mit und in seiner näheren und ferneren Umgebung. Sie münden in verantwortlichem Handeln für unsere demokratische Gesellschaft. Für unsere sich schnell verändernde Wissensgesellschaft fragen wir uns, welche Kompetenzen unsere Kinder zukünftig benötigen werden.

Wir legen besonderen Wert auf:

  • Kulturelle Basis (KuBa) – Basiswissen in Deutsch, Mathematik, Englisch, weitere Sprachen; Sicherheit in unserer Kultur sowie Kenntnis fremder Kulturen
  • »Lernen lernen«, d.h., die Fähigkeit zum selbstgesteuerten Lernen, Methodenlernen
  • Kooperationsfähigkeit, soziale Kompetenz, Selbstwirksamkeit, demokratisches Handeln
  • Verantwortung für das eigenen Lernen, für sich selbst und andere.

Im Zentrum unseres Unterrichts steht das fächerübergreifende Projektlernen. Dafür und dabei lernt jedes Kind eine Reihe methodischer Fähigkeiten, einerseits das selbstgesteuerte, eigenverantwortliche Lernen und andererseits die Arbeit im Team.

Projektlernen schließt an den eigenen Erfahrungen an, ermöglicht einen entwicklungsgerechten Lernrhythmus an bedeutungsvollen und herausfordernden Lerngegenständen.

Basiskompetenzen und Basiswissen erwerben die Kinder in »KuBa«, in den »freien« Arbeitszeiten. Lehrgänge, Praktika und Werkstätten vervollständigen die Lernbereiche. Altersgemischte Lerngruppen fördern die sozialen Kompetenzen und bieten jedem Kind die Möglichkeit, seinen Fähigkeiten entsprechend zu lernen.

Diese Prinzipien berücksichtigen individuelle Lerngeschwindigkeiten, ermöglichen interessengeleitete Schwerpunktsetzungen und somit die Individualisierung der Lernwege. Die Leistungen der Schüler werden in Zertifikaten und Portfolios dokumentiert, der Lernprozess wird mit Hilfe des Logbuchs, der Planungsgespräche und in Bilanz- und Zielgesprächen begleitet.

Alle Abschlüsse sind erreichbar: Hauptschulabschluss, Realschulabschluss, Abitur. 

 

In den 90er Jahren hat der Verein Reformschule Hamburg e.V. sein Konzept erarbeitet.
Zu unseren Gesprächspartnern gehörten auch Hartmut von Hentig und PädagogInnen aus seinem Umfeld, so Gerold Becker.
Inzwischen wissen wir, dass Gerold Becker in großem Umfang ihm Schutzbefohlene missbraucht hat. Das verurteilen wir, für seine Taten haben wir keinerlei Verständnis. Unser Mitgefühl und unsere Positionen sind ganz auf Seiten der Opfer.

Heute ist unser damaliges Konzept ein Zeitdokument, das nachträglich nicht veränderbar ist, rückwirkend ist G.Becker nicht mehr ausladbar, auch können wir nicht leugnen, zu jener Zeit ihn als Pädagogen angehört zu haben. Ein Schwärzen seines Namens empfänden wir als opportunistisch: Wir hatten damals keinen Zugang zur Wahrheit, sind dennoch unglücklich über diese Beziehung und dennoch schämen wir uns für diese Unkenntnis.

Alle Personen, die uns bei der Entwicklungsarbeit unterstützt haben, haben wir genannt, darunter war auch Gerold Becker.