Tag 9: Ohne Titel

Tag 9: Ohne Titel
Von: Finndalen bis Bortelid
Bis: und zurück
Wetter: Scheiße! Regen, Regen, Regen…
Stimmung: genervt, motiviert und unmotiviert
Geräusch des Tages: "sabsch, sabsch, sabsch,…" (Viel Wasser im Schuh, sehr vil Wasser…)
Spruch des Tages: "Zieh deine verdammte Kapuze auf!" (SOR)

Heute morgen wachten wir völlig entspannt im noch leichten Nieselregen auf. Bei einer Extraportion Fruchtmüsli mit einem immer leckerer schmeckenden Milchpulvergemisch erfuhren wir den Tagesplan: mit leeren Rucksäcken nach Bortelid zum Basislager wandern (1,5-2 Stunden), für sechs Tage essen holen und wieder zurück nach Finndalen. Der einzige Haken an der Sache war (abgesehen vom immer stärker werdenden Regen), dass alle komplett allein und ohne Kumpels und Kumpelinen zum Quatschen wandern sollten. Wir glauben, dass der Grund für diese Solowanderung war, die Natur und Umgebung noch mehr wahrzunehmen, in seinem eigenen Tempo zu laufen und ein Gefühl für das Alleinsein zu bekommen. 
Nach der etwas groben Wegbschreibung („…auf den Berg zu und dann links immer dem breiten Weg folgen!“) liefen wir in fünfminütigen Abständen los. Jule, Emilia und Anika (unsere Betreuerinnen) spielten die Streckenposten für den Hinweg, nicht für den Rückweg! Motiviert kamen alle im Basislager an, wo wir von Arne mit Essen beladen wurden. Der Rückweg erwies sich durch den starken Nebel als deutlich schwieriger…
Trotz erlaubter Gruppenbildung für den Rückweg verliefen sich einige in den Bergen. Wahrscheinlich, weil der bei der Wegbeschreibung erwähnte Berg sich hinter dem Nebel versteckt und der breite Weg inzwischen zu Sumpf geworden war… Unter anderem verliefen wir (Frieda und Imke) uns und trafen durch kurze Pfiffe auf die ebenfalls verlorengegangene Gruppe aus Nick und Tara. Zu viert machten wir uns auf die Suche zurück. Nach gefühlten 2 Stunden wandern, Diskussionen und Überlegungen blieb es für uns nicht ausgeschlossen, eine Nacht im Essenszelt im Basislager zu verbringen, oder sogar unter Bäumen, falls es dunkel werden würde. Als wir verzweifelt beschlossen hatten, einen Wegweiser aufzusuchen, trafen wir glücklicherweise auf Arne und Mira. Zu sechst stapften wir ziemlich durchnässt durch den Nebel zu unserem Lager zurück.
Mit gesalzenen Erdnüssen warteten wir auf die nicht kommende Regenpause. Also kochten die Betreuer auf Gaskochern unser Abendessen, welches spät abends von der Kochgruppe bei strömendem Regen ans Zelt gebracht wurde. 
Nun liegen wir erschöpft auf unserer Isomatte und hören beim Einschlafen dem prasselnden Regen zu… Gute Nacht!

Bericht: Lynn, Imke, Frida