Lucy auf Irrwegen in New York

Hallo Frau Krüger,

letzten Freitag war mein letzter Tag im Battery Park. Die Gärtner haben sich nochmal ganz herzlich für meine Hilfe bedankt und ich durfte mir ein paar Tomaten auf der "Farm" pflücken. Die Farm ist ein kleines abgezäuntes Gebiet im Park, wo Gemüse angebaut wird und Schulklassen zu Besuch kommen können, um etwas über die Pflanzen zu lernen.

Am Samstag hatte ich dann einen freien Tag und habe mir die vielen Geschäfte am Broadway angeschaut und ein Eis gegessen. Als ich mit der Subway zurück zum Appartement fahren wollte, habe ich die Station nicht mehr gefunden mit der ich gekommen bin. Da hatte ich erstmal einen kleinen Schreck, aber hab dann schnell eine andere Station gefunden. Um von dort aus nach Hause zu fahren, musste ich allerdings umsteigen. Beim Umsteigen habe ich versehentlich Up- und Downtown verwechselt und bin in die falsche Richtung gefahren. Als die Bahn dann plötzlich aus dem Tunnel kam und über die Manhattan Bridge nach Brooklyn fuhr habe ich gemerkt, dass da was nicht stimmen kann, also bin ich in Brooklyn ausgestiegen und habe zum Glück schnell die richtige Bahn zurück gefunden.

Am Sonntag musste ich meine Wäsche waschen, weil in New York aber eigentlich keiner eine Waschmaschine besitzt, musste ich dafür in einen Waschsalon gehen. Nachmittags habe ich Postkarten an Bekannte der Familie geschrieben und ein bisschen aufgeräumt. Abends musste ich dann meinen Koffer packen, weil ich am Montag nach Asbury Park in New Yersey gefahren bin.

Am Montag müsste ich früh aufstehen. Ich habe erst gefrühstückt und dann den Müll weggebracht. Dann bin ich mir der Subway zur Penn-Station gefahren. Das ist so ähnlich wie der Hauptbahnhof in Hamburg. Dort musste ich mir an einem Automaten meine Tickets kaufen und habe dann auf meinen Zug gewartet. Mit dem Zug bin ich bis zur Station Long Branch gefahren. Dort hat mich Ann abgeholt. Bei Ann werde ich die nächsten fünf Tage wohnen und im Garten arbeiten. Am Nachmittag habe ich dann auch schon angefangen Unkraut zu zupfen und ein Blumenbeet umzugraben. Am Abend ist Ann zu ihrem Sport gegangen und ich habe mit ihrem Mann Barret Abendbrot gegessen. Es gab Hotdogs mit Spinat, eine wie ich finde etwas merkwürdige Kombination. Ich war aber sehr glücklich, dass ich mein Abendbrot mal nicht selber machen musste und nicht einkaufen gehen musste. In den Supermärkten in New York ist alles ein bisschen teurer als in Deutschland. Käse, Fleisch oder auch Süßigkeiten sind sehr teuer. Bananen und Mais sind wiederum sehr sehr günstig. Ich gehe meistens zu einem Supermarkt, der Tader Joe`s heißt und von der gleichen Firma wie Aldi ist. Dort sind die Preise etwas besser.

Heute ist mein Geburtstag und deshalb gehen Ann und Barret vielleicht mit mir essen. Ich habe auch schon mit meiner Familie telefoniert.

Viele Grüße

Lucy