Projektarbeit

Projektstandards von der Lehrerkonferenz am 21.5.2013 beschlossen:

Projektstandards

  • Projektarbeit ist immer fächerübergreifendes Lernen und Lernen mit allen Sinnen. Sie gibt den Schüler/innen die Möglichkeit, eigene Lernwege zu gehen.
  • Es gibt wiederkehrende Inhalts- bzw. Themen-Bereiche, die in den jeweiligen Abteilungen festgelegt werden.
  • Es gibt in jedem Projekt einen Schüler-Projektrat. Dies wird sukzessive ab der Primarstufe aufgebaut.
  • Die Schüler/innen entwickeln für die konkrete Arbeit am Projektthema Forscherfragen und/oder Hypothesen.
  • Jede/r Schüler/in stellt das für das jeweilige Projekt nötige Material in geeigneter Form für sich zusammen.
  • In jedem Projekt werden Expertenkontakte genutzt.
  • Die Schüler/innen entwickeln und vertiefen fortlaufend ihre Methodenkompetenz.
  • Jedes Projekt endet mit einer Präsentation. Sie findet klassen-, team- oder stufenübergreifend bzw. vor außerschulischem Publikum statt.
  • Die Schüler/innen führen eine Projekt begleitende Selbsteinschätzung und -reflektion durch.
  • Es gibt begleitendes und abschließendes Feedback zur Projektarbeit durch Mitschüler/innen und Lehrer/innen.
  • Die Leistungen werden durch Zertifikate bescheinigt.

Begründung

Projektarbeit ist das wichtigste Standbein der Arbeit unserer Schule. Sie ist ein Unterrichtsbereich, der so in keiner anderen Schule existiert und für den es keinen Rahmen- oder Bildungsplan gibt. Es ist notwendig, dass die Schule sich auf Standards in der Projektarbeit einigt und damit auch im Sinne der Hinweise des Expertenrates das Lernen der Kinder von Jg.0 bis 13 in den Blick nimmt.
Die vorliegenden Standards stellen eine Konkretisierung der pädagogischen Handlungslinien dar. Mit Hilfe der Standards werden Kompetenzen, Methoden und Rahmenbedingungen festgelegt, an denen sich Schüler/Innen und Lehrer/Innen orientieren. Sie sind für alle verbindlich und sind ein gemeinsamer Anker für den Bereich Projekt.
Die Standards für den Projektunterricht bilden einen roten Faden, der für alle Stufen an unserer Schule Gültigkeit hat. Sie geben gleichermaßen Freiraum, um diesem Bereich gerecht zu werden. Die Teams tauschen sich über ihre Projektarbeit regelmäßig aus.

„Lernen ist umso wirksamer, je mehr es an Erfahrung, (Selbst-) Erprobung, Bewährung und Ernstfall gebunden ist. Lernen ist umso weniger wirksam, je stärker es nur rezeptiv, fremdgesteuert, einseitig kognitiv bleibt: ... Lernen braucht Erlebnis und Erfahrung ebenso wie Übung und Systematik; seine Qualität hängt davon ab, wie sich beide ergänzen. Lernen ist ein individueller Prozess, der sich im sozialen Kontext vollzieht, ist angewiesen auf kooperatives Handeln, Erforschen und Erproben. Neugier, „Forschergeist“, Lernfreude und Ernst sind die Voraussetzungen für die aktive „Aneignung von Welt“, ...Darum braucht Lernen Freiraum: ... Zeit und Freiheit für aktive Formen der Aneignung, für selbstständiges und selbsttätiges Lernen und eigenverantwortliches Handeln. Lernen braucht individuelle und gemeinsame Rückmeldung, Präsentation und gesellschaftliche Anerkennung von Ergebnissen.“ (aus: Was ist eine gute Schule? Leitbild und Standards des Schulverbunds „Blick über den Zaun“, Standard 2.“Das andere Lernen“..., S.18)
„Wir entwickeln Projektunterricht und forschendes Lernen als wesentliche Unterrichtsform ständig weiter. Dem Projektunterricht liegen fachliche und überfachliche Qualitätsstandards, Kompetenzorientierung und transparente Bewertungskriterien zugrunde. ... Die Teams haben die Aufgabe, Projekte sinnvoll zu verankern und umzusetzen. Dafür nutzen sie flexibel die für KuBa, Projekte und Eva ausgewiesenen Unterrichtszeiten.“ (aus: Pädagogische Haltung und Leitlinien zum reformpädagogischen Konzept an der Stadtteilschule Winterhude, hg. Schulleitung, Juli 2011)